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DIE VORGESCHICHTE
Nachdem man gleich nach dem Krieg vor allem mit dem Wiederaufbau von zerstörten Fahrzeugen und der Sanierung der verschlissenen Wagenparks beschäftigt war, unternahm die DDR bereits 1948 die ersten Versuche zur Schaffung eines Einheitsstraßenbahnwagens. Solche Pläne existierten für das Deutsche Reich bereits vor dem Krieg, wurden allerdings nicht mehr in die Tat umgesetzt. Aufgrund der geringen Kapazitäten der anderen Waggonfabriken auf dem Territorium der DDR, fiel die Wahl zum Bau der ersten Serienwagen auf das Werk in Werdau, welches, neben anderen Werken auch, der Vereinigung Volkseigener Betriebe Lokomotiv- und Waggonbau (VVB LOWA) angehöhrte. Daher bekamen die Fahrzeuge der späteren Typen ET/EB 50 und ET/EB 54 auch die etwas ungenaue Bezeichnung LOWA-Wagen.
Insgesamt wurden drei Grundtypen des zu produzierenden Einheitswagens entwickelt: eine zweiachsige Variante, eine dreiachsige Variante und ein Großraumwagen, von denen jeweils Trieb und Beiwagen entstehen sollten. Zur Serienreife schafften es letztendlich nur die Zweiachser.
1950 begann man in Werdau mit der Produktion der zweiachsigen Type ET 50 und EB 50, die nicht nur für die Städte der DDR Produziert worden sind, sondern auch an die UdSSR und Polen geliefert wurden. Nach nur zwei Jahren Produktion in der Fabrik in Werdau, wurde diese in den Erzeugnisverband Kraftverkehr (IFA) ausgegliedert und stellte damit ihre Produktion auf Kraftfahrzeuge um. Die Produktion von Straßenbahnwagen lief bis zum Jahre 1953 allmählich aus.
Ende 1953 übernahm die Waggonfabrik in Gotha die Produktion der Einheitswagen, nicht ohne jedoch vorher bauliche Veränderungen vorzunehmen. Diese betrafen vor allem die Bodengruppe, die sich als sehr instabil erwiesen hatte und zur Absenkung neigte. Im April 1954 konnte der erste Wagen des nunmehr als ET 54 bzw. EB 54 bezeichneten Wagentyps ausgeliefert werden. Ende des Jahres 1956 wurde die Produktion nach 244 Trieb- und 436 Beiwagen beendet.
Sammlung R. Leichsenring
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