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Die historischen Wagen der ViP
Dass Potsdam einst die Residenzstadt der preußischen Könige war, hat sich auf die Straßenbahn nicht immer positiv ausgewirkt. Letztendlich war dieser Umstand verantwortlich dafür, dass es heute keine Straßenbahnwagen aus den Anfangsjahren der elektrischen Straßenbahn mehr gibt. Nach dem Krieg wollte man aus Potsdam eine sozialistische Stadt machen, in der Traditionen dem neuen Leben weichen sollten. Daher wehrte sich die Führung der Verkehrsbetriebe bis zum Ende der DDR erfolgreich gegen den Erhalt historischer Fahrzeuge. Erst 1990 gelang es Fahrzeuge zu retten, die jahrzehntelang das Stadtbild mit prägten. Dabei handelt es sich um den Dreiwagenzug der legendären “Gotha-Wagen” (109+214+218) und einen solchen Gelenkwagen (177). Mit viel Engagement gelang auch die Rettung eines der beiden KT4D-Prototypen (001).
Verlorene Wagen
Nur ein kurzes Intermezzo als Museumswagen gab der Combino-Prototyp 400, der im Jahre 2002 von SIEMENS an die ViP übergeben wurde. Nach wenigen Einsätzen zu Sonderfahrten, wurde das Fahrzeug im April 2008 mit in das Sanierungskonzept für die Potsdamer Combinos einbezogen und ist seit Januar 2010 in den Linienwagenpark eingeordnet worden.
In mehreren Quellen war angegeben, dass auch der erste Serien-KT4D für Potsdam, Wagen 006 (ex 003) aufgehoben werden sollte. Leider ist dieses Fahrzeug aber mittlerweile nach Rumänien abgegeben worden. Warum eine Erhaltung nicht möglich war ist leider nicht bekannt.
Die historischen Wagen im Einsatz
Die historischen Fahrzeuge werden von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Potsdam des Denkmalpflege Vereins Nahverkehr Berlin e.V. betreut und sind mit schöner Regelmäßigkeit im Einsatz.
Die ViP selbst steht heute den Aktivitäten rund um die Erhaltung der Fahrzeuge sehr offen gegenüber und unterstützt sie nach ihren Möglichkeiten. Im Jahre 2008 wird der Gotha-Gelenkwagen 177 zu mehreren Themenfahrten unterwegs sein. Informationen zur Vermietung der historischen Wagen gibt es bei der ViP und dem DVN.
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